Leere, das große Ganze, Alles und Nichts

Wenn ich einmal alles um mich herum loslasse, wo lande ich da? Was ist da um mich herum? Leere oder Fülle? Alles und Nichts? Irgendetwas ist da. Ganz viel sogar und doch nichts Greifbares. Ohne Worte.

Leere. 

Wenn alles weg ist - Gedanken, Erwartungen, Vergangenheit, Zukunft, Wünsche, Ziele, Visionen, Erinnerungen, Gefühle,… - einfach alles, was wir kennen und in Worte fassen was in uns sei, was bleibt dann?

Leere. 

Aber ist es wirklich Leere, was wir unter „Leere“ verstehen?

Nichts? Null? Nada? Niente?

Ja und Nein. 

Da ist doch irgendetwas. Etwas undefinierbares. 

Ein Gefühl? Ein Wesen? Ein Sein? Leere?

Alles und Nichts ist da. 

Licht oder Dunkelheit?

Alles und Nichts.

Hat es eine Form?

Ja und Nein. 

Alle möglichen und doch keine feste.

Es ist undefinierbar. Es gibt keine Worte dafür. Es ist einfach. 

Ich kann es fühlen, sehen, wahrnehmen und doch nichts von alledem.

Es ist wirklich greifbar und doch unwirklich und ungreifbar.

Es ist. 

Ohne Worte.

Nicht einmal das.

Es ist groß, unfassbar, unbeschreiblich, wunderschön.

Es ist da und doch weg.

Es ist bunt und doch farblos.

Es ist groß und doch klein.

Es ist klar und doch trüb.

Es ist immer da und doch nur flüchtig.

Es ist alles und nichts.

Eine Emotion?

Ein Gefühl? Ein sehr angenehmes Gefühl?

Etwas im Außen?

Etwas im Innen?

Es ist innen und außen.

Alles ist eins und doch sind es unendlich viele Einzelheiten.

Es ist immer da.

Es kann nicht sterben.

Es kann nicht verloren gehen.

Es kann nicht verborgen sein.

Wir wissen all das und wissen es nicht.

Wir spüren es, doch glauben es nicht.

Es ist nicht materiell, nicht greifbar, nicht in Worte zu fassen.

Es kann weder deprimiert, noch freudig sein.

Es kennt mich genau und doch niemanden.

Ich bin ein Teil davon und doch alles gleichzeitig.

Wie eine große bunte Suppe aus verschiedenen Zutaten.

Immer wieder anders und doch immer wieder gleich.

Aus denselben Zutaten, immer wieder neu vermengt, anders gekocht, durchwirbelt, unendlich, unfassbar.

Eins.

Gleich und doch anders.

Bunt und doch einfarbig am Ende.

Schmackhaft, ansehnlich und doch eine einzige Suppe, ein Brei, ein Gemisch.

Was ist es?

Alles und Nichts.

Fülle und Leere.

Liebe und Angst.

Trübsinn und Leichtigkeit und Schwere.

Dunkel und Hell.

Trauer und Freude.

Es gibt all das nicht.

So viele Worte und doch kein einziges.

Ganz nah und doch fern.

Unendlich.

Das bin ich und jeder andere.

Niemand und alle.

Eins und Viele.

Alles.

Nichts.

Stille und laut.

Jeder kennt es, jeder weiß es, ohne lernen, ohne wissen.

Vom Verstand angezweifelt, doch unveränderlich.

Stimmungsunabhängig.

Ohne Ausdenken, ohne spekulieren.

Sein.

Da.

Aus eigenem Herzen.

Wahr.

Ständig, verändernd und doch immer gleich.

Verwirrend und doch klar.

Mit Form und doch formlos.

Ohne Zeit und ohne Raum und doch Hier und Jetzt.

Das ganze Leben und doch nur ein flüchtiger Augenblick.

Alles ist möglich, denn alles ist da.

Fragen und Gedanken während einer Übung mit Mooji.

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